Cannabidiol (CBD) und Sport

Cannabidiol (CBD) und Sport: Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, erweist sich beim genaueren Hinsehen als perfektes Duo. Immer mehr Sportler nutzen CBD-Öl, um ihre Trainingsziele zu unterstützen.

Der natürliche Extrakt ist in Deutschland legal, sofern der THC-Gehalt von 0,2 Prozent nicht überschritten wird. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat CBD von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen, sodass auch Profisportler cannabinoidhaltige Produkte konsumieren können. Doch warum ist CBD bei Sportlern beliebt? Wir haben uns mit vorhandenen Studien beschäftigt und die Auswirkungen von CBD auf Sport und Leistung untersucht. Die Ergebnisse klingen vielversprechend!

CBD und Entzündungen

Überbeanspruchte Gelenke, schmerzende Muskeln – regelmäßiger Sport erhöht das Risiko für Muskelverletzungen und Entzündungen. Bleiben Entzündungen unbehandelt, besteht die Gefahr, dass sie chronisch werden und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Darüber hinaus ist eine Entzündung meist mit längeren Ruhephasen verbunden. Viele Sportler greifen daher auf CBD-Tropfen bzw. Gele zurück.

Studien legen nahe, dass CBD entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. [1] [2] Die potenzielle Wirkung wird so erklärt, dass der Wirkstoff mit den jeweiligen Rezeptoren im menschlichen En­do­canna­binoid-System (ECS) interagiert. Das ECS reguliert biologische Prozesse wie Entspannung, Schlaf und bestimmte Entzündungsreaktionen. Kurz: Es ist für die optimale Funktion des Körpers verantwortlich.

Laut Forschungsergebnissen kann CBD das ECS beeinflussen, indem es die Funktion der entscheidenden Rezeptoren reguliert bzw. stimuliert. [3] CBD-Tropfen könnten somit bei der Behandlung von Entzündungen von Vorteil sein. Sie lassen sich präven­tiv und zur Regeneration einsetzen.

CBD und Muskelkater

Jeder kennt ihn, keiner will ihn haben: Muskelkater nach einem erfolgreich absolvierten Training. Ursache sind winzige Mikro-Verletzungen, die mit einem Sauerstoffmangel und der Ausschüttung von Entzündungsstoffen einhergehen. In der Fachsprache nennt man den Muskelschmerz „Myalgie“.

Wie bereits erwähnt, gibt es Hinweise, dass CBD Entzündungen lindern kann. Wenige CBD Tropfen nach dem Sport könnten somit die Regeneration der beanspruchten Muskeln verbessern, sodass die körperliche Leistungsfähigkeit schneller wiederhergestellt ist. Ob der Wirkstoff bei den Beschwerden hilft, muss jedoch jeder Sportler für sich herausfinden.

CBD und Schlaf

Für eine optimale sportliche Leistung und Regeneration ist ausreichender Schlaf essenziell. Viele Sportler haben es aufgrund von harten Trainingseinheiten und Stress schwer, genügend Schlaf zu bekommen.

Anwenderberichten zufolge kann CBD-Öl zu einem tieferen und erholsameren Schlaf beitragen. Zudem wurde in Studien untersucht, wie sich CBD auf die Schlafqualität auswirkt. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass CBD den Schlaf verbessern kann, indem es Ursachen von Schlaflosigkeit wie beispielsweise Stress und Angstzustände bekämpft. [4] Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung könnte CBD helfen, die Einschlafphase zu verkürzen und Unterbrechungen während des Schlafens zu reduzieren.

CBD und Stress

Stress und Leistungsdruck können kurzfristig – zum Beispiel während eines Wettkampfes – von Vorteil sein. In stressigen Situationen schüttet unser Körper Adrenalin, Cortisol und andere Stresshormone aus. Wir werden dadurch leistungsfähiger.

Dauerstress hingegen wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus. Vor allem Wettkampfangst und Druck führen bei Sportlern häufig zu einer hohen psychischen Belastung. Ohne ausreichende Entspannung kann langanhaltender Stress zu einem chronisch erhöhten Cortisolspiegel führen und somit eine Reihe von Krankheiten begünstigen.

Umso wichtiger, eine ausgewogene Balance zwischen stressigem Alltag, Trainingsintensität und Ruhe zu finden. Auch hier könnte CBD von Nutzen sein, da es die Stresshormone im ECS regulieren kann. [5] Der Wirkstoff scheint die Weiterleitung von Stressimpulsen zu hemmen.

Viele Anwender berichten von einem Gefühl der Gelassenheit nach der Einnahme von CBD-Öl. Die Forschung geht davon aus, dass CBD an den Serotoninrezeptor dockt. Als Begleiteffekt würde der Serotoninspiegel steigen, was erhöhte Gelassenheit und Zufriedenheit mit sich bringt.

CBD und Muskelaufbau

Eines vorweg: CBD-Öl wirkt weder leistungssteigernd noch unterstützt es den Muskelaufbau. Der Extrakt wirkt sich indirekt auf die Erreichung der Trainingsziele aus. Wie bereits erwähnt, kann die Einnahme von CBD-Öl die Regenerationsfähigkeit und die Schlafqualität verbessern. Durch die verbesserte Regeneration können Sportler ihre Muskelmasse schneller aufbauen. Und letztendlich findet der Muskelaufbau in der Ruhephase statt.

Fazit

CBD-Öl ist kein Wundermittel – und das soll es auch nicht sein. Der Wirkstoff zeichnet sich durch seine unterstützenden Eigenschaften aus. Studien bestätigen, dass CBD entzündungshemmend und angstlösend wirken kann. Sportler können von der cortisolsenkenden Eigenschaft profitieren – sie schont die körpereigenen Energiereserven und unterstützt die Regeneration. Auch die Schlafqualität, die für die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit essenziell ist, kann mit CBD positiv beeinflusst werden.

Nichtsdestotrotz können die Effekte individuell unterschiedlich ausfallen – was bei dem einen Sportler entzündungshemmend wirkt, muss nicht automatisch auf andere zutreffen. Probieren geht über studieren! Grundsätzlich lässt sich sagen, dass CBD viele Vorzüge bietet, die jedem Sportler – vom Anfänger bis zum Profi – zugutekommen können.

Quellen

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8266561

[2] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ejp.818

[3] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0304394011008986?via%3Dihub

[4] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30624194

[5] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8257923

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