Richtig bügeln – leicht gemacht

Bügeln ist vermutlich für die Wenigsten unter uns ein angenehmes Vergnügen. Dummerweise ist es eine Tätigkeit, um die mindestens ein Familienmitglied meist nicht herumkommt. Und das, obwohl moderne Waschmaschinen bereits über tolle Programme verfügen, mit denen man das Bügeln für viele Kleidungsstücke vermeiden kann.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte des Bügelns

Bügeln mit Bügeleisen

Bügeln mit Bügeleisen

Bereits rund 200 Jahre vor Christus kannte man in China eine Form des Bügelns. Hierbei wurde Sand in einer Metallpfanne mit glühenden Kohlen vermischt und diese Pfanne auf die seidenen Gewänder gelegt.

In Europa sind die ersten Bügeleisen seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Während man zuerst eine massive Platte aus Metall mit einem Griff auf der Ofenplatte erhitzte, wurden im späten 17. Jahrhundert hohle Plätteisen aus Messing benutzt, in die eine eiserne Platte eingeführt wurde.

Erst im späten 19. Jahrhundert änderte sich diese Technik grundlegend. Die Bügeleisen wurden mit glühender Kohle bestückt, um die nötige Hitze zu erreichen.

Übergangsweise gab es auch Gasbügeleisen und mit Spiritus betriebene Bügeleisen, die allerdings beide besonders gefährlich zu betreiben waren.

Mit Einzug der Elektrizität in die Haushalte begann dann der Siegeszug der elektrischen Bügeleisen. Durch das eingebaute verstellbare Thermostat war es möglich, verschiedene Temperaturen, je nach Material, auswählen zu können.

Aufgrund unserer fortschrittlichen Technologie gibt es inzwischen diverse Varianten von Bügeleisen. Beinahe in jedem Haushalt ist inzwischen das Dampfbügeleisen zu finden, welches über Poren in der Bügelfläche Dampf auf die Wäsche bringt und somit das Bügeln deutlich erleichtert. Verschiedene Modelle können Sie auch im Bügeleisen Test vergleichen. Für große Familien mit viel Wäsche gibt es darüber hinaus auch Dampfbügelsysteme, die große Stückzahlen in kleiner Zeit zulassen.

Wer auf der Suche nach einem guten Bügeleisen mit Dampf ist sollte sich einmal kurz über die Dampfbügeleisen informieren.

Tipps zum Bügeln

Feuchte Wäsche erleichtert das Bügeln

Trockene Wäsche lässt sich nur schwer bügeln. Das Bügeleisen gleitet nur schwer über das Material, die Wäsche braucht lange, um die gewünschte Glätte anzunehmen. Aus diesem Grund sollte man die Dampf-Funktion bei einem Dampfbügeleisen immer einschalten. Wer kein Dampfbügeleisen hat, der sollte vor dem Bügeln die Wäsche leicht mit warmem Wasser einsprühen.

Richtig bügeln

Richtig bügeln

Die richtige Temperatur wählen

Beim Bügeln sollte immer die richtige Temperatur, passend zur Wäsche, am Bügeleisen einstellt werden. Während eine zu kühle Temperatur dazu führt, dass die Wäsche nicht glatt wird, bzw. deutlich länger für den Bügelvorgang benötigt, so birgt eine zu hohe Temperatur die Gefahr, dass der Stoff kleben bleibt und das Wäschestück dadurch verkohlt. Insbesondere bei Kunstfasern/Synthetik, wie z.B. Nylon, Polyester und Viskose, aber auch bei Seide und hochwertiger Wolle besteht dieses Problem.

Leinen, aber auch Baumwolle hingegen vertragen deutlich höhere Temperaturen. Vorsicht jedoch bei Mischgewebe: findet sich in der Wäsche ein Synthetik-Anteil, so sollte unbedingt auf das Pflegeetikett geschaut werden, bei welcher Temperatur gebügelt werden darf.

Lüften

Oft wird Wäsche gebügelt wenn sie noch leicht feucht ist. Dies gibt Wasser an die Luft ab. In Folge steigt die Luftfeuchtigkeit. Zu hohe Luftfeuchtigkeit ist schädlich für den Raum, es kann zu schimmel und ähnlichem führen. Hier gibts mehr Informationen zur Luftfeuchtigkeit. Deshalb nach dem bügeln immer kurz lüften.

Von der richtigen Seite bügeln

Bei einigen Materialien empfiehlt es sich, das Kleidungsstück auf links zu ziehen und somit von der anderen Seite zu bügeln. Insbesondere, wenn auf der Vorderseite Aufdrucke, Monogramme, Beflockungen oder auch Pailletten zu finden sind, sollte man diesen Ratschlag beachten. Häufig vertragen diese Extras nämlich deutlich weniger Wärme, als der Stoff selbst.

Der gleiche Tipp gilt übrigens auch für schwarze Wäsche, egal ob Pulli, T-Shirt oder Jeans. Viele schwarze Stoffe fangen zu glänzen an, wenn sie gebügelt werden. Durch das „auf Links ziehen“ vermeidet man dieses Problem elegant und ohne viel Aufwand.

Kleidungsstücke in der richtigen Reihenfolge bügeln

Bei diesem Tipp ist nicht gemeint, dass man sich die Wäsche vorsortieren soll. Vielmehr geht es darum, dass bei jedem Wäschestück zuerst die kleineren Teile, wie Kragen oder Ärmel gebügelt werden und erst dann die großen Flächen, wie Vorder- und Rückseite. Mit Hilfe dieses einfachen Tipps vermeidet man, dass die großen Flächen nach dem Bügeln noch einmal verknittern, wenn man sich die kleinen Stellen auf dem Bügelbrett zurechtlegt.

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